Körperliche Schmerzen beim Stillen – 5 kostenlose Übungen

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Eine idyllische Vorstellung vom Stillen hat fast jede Frau.

Mit dem Kind gemütlich im Stuhl oder auf dem Bett liegen und diesen innigen Moment gemeinsam genießen.

Doch der Anfang ist eher mühsam für Mama und Baby und nach der Geburt ist das Stillen oftmals eine weitere Geduldsprobe und viele Mütter haben Schmerzen beim Stillen.

Das Handling ist man nicht gewohnt und die verschiedenen Stillpositionen müssen erst erlernt werden, auch die Babys sind überfordert und können nicht mehr als ihren Saugreflex als Unterstützung anbieten.

So sind die ersten Versuche das Kind zu stillen eher verkrampft und für die Frau oft auch schmerzhaft.

Die Brustwarze muss in den ersten Tagen erst an diese Dauerbelastung gewöhnt werden und das sind wie ich persönlich finde, nach der Geburt wirklich sehr fiese Schmerzen. Abhilfe können Stillhütchen schaffen, dass muss aber jede Frau für sich testen.

Wie kommt es zu den Schmerzen beim Stillen?

Mamis werden schnell nervös, wenn die Kleinen brüllen, dann wird versucht die Kinder so schnell wie möglich anzulegen.

Dabei achten sie nicht wirklich auf ihre eigene Haltung sind oft sehr verkrampf. Spätestens nach einer Woche leiden die meisten unter starken Kopf- oder Nackenschmerzen.

Dann entwickelt sich die ach so romantische Vorstellung vom Stillen zur starken Belastung für Mama und Kind. Stillen soll Mutter und Kind noch inniger zusammenbringen und nicht durch Schmerzen beim Stillen zur Qual werden.

Deshalb ist die Hilfestellung der Hebamme enorm wichtig.

Welche Stillpositionen man einnehmen kann, das regelmäßige wechseln der Position für die Entleerung der Brust auch wichtig ist und wie das Stillkissen (Ich habe aktuell dass hier von Alvi und bin sehr zufrieden) zusätzlich Entlastung schafft muss erst erlernt werden.

Es ist kein Versagen, wenn man sich unsicher ist und das nicht sofort klappt, es ist eben kein Meister vom Himmel gefallen.

Die Mehrbelastung die von jetzt auf gleich vorhanden ist, zeigt sich vor allem körperlich im Hals – Nackenbereich.

Durch das viele Tragen und die krampfhaften und womöglich falschen Stillpositionen leidet die Muskulatur sehr stark.

Zur Entlastung der Nackenmuskulatur kann präventiv aber auch wenn es schon zu Verspannungen gekommen ist Abhilfe geschaffen werden.

Übungen für Schmerzen beim Stillen: Nackenschmerzen und Stillen

Schulterrollen und Dehnen der Schulterblätter

  • Zunächst Schulter kreisen, nach vorne und hinten
  • Dann Arme nach vorne bringen, Hände zusammenfalten, Kopf Richtung Boden führen, Blick zum Boden richten, Schulterblätter dehnen

Kopf stabilisieren

  • Kopf gegen Hand in den Nacken drücken
  • Seitlich Kopf gegen die Hand drücken, Seitenwechsel

Nacken dehnen

  • Hände zum Kopf führen und , Kopf langsam Richtung Kinn ziehen, Hände umfassen den Kopf weiter oben, damit nicht zu stark gezogen wird, Halswirbelsäule ist empfindlich

Trapezius dehnen

  • Aufrecht sitzen, Kopf zur Seite neigen, die gegenüberliegende Schulter runterziehen. Nicht am Kopf ziehen, Strukturen empfindlich, Kraft wird häufig unterschätzt

Tennisballmassage als Selbstmassage im Bett:

  • Rückenlage: Bälle in Nacken legen. Oberer Punkt der Halswirbelsäule als Ausgangspunkt. Kurze Druckpunktmassage ca 1. Min Position halten. Dann weiter nach unten Wandern, bis zu den Schulterblättern. Immer wieder neuansetzen. Sehr verspannte Punkte sind schnell spürbar.

Generell gilt: Immer auf den eigenen Körper hören und sobald sich die Übung unangenehm anfühlt oder generell Schmerzen auftreten solltest du sofort abbrechen.

Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft . Hier sind die wichtigsten Checklisten für dich.

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Hana Boppre

Hana Boppre

Ich bin studierte Physiotherapeutin, Personaltrainerin und Mama einer kleinen Tochter. Schon bevor ich selbst Mama geworden bin, habe ich als freiberufliche Therapeutin und Trainerin gearbeitet. Ich habe Schwangere und Mamas unterstützt wieder mit Freude und Spaß in den sportlichen Alltag zu finden. Mein Wissen und meine Erfahrung aus mehr als 6 Jahren teile ich hier mit dir in meinem Wochenbettprogramm, welches dir per Knopfdruck zur Verfügung stellen kann.

2 Antworten

  1. Liebe Hana, ich finde deine Idee toll, stillenden Müttern im Wochenbett Tipps zu geben, wie sie mit den körperlichen Problemen gut umgehen können. Es ist jedoch verdammt frustrierend für eine Mutter – die nicht Personaltrainerin ist, 25kg mehr Übergewicht nach der Geburt auf den Rippen und um die Hüfte hat, dicke Augenringe und Schlafmangel plagen, die sich ausgebombt und überfordert fühlt – eine Mama 1 Woche nach der Geburt zu sehen wie dich, die alles anscheinend nachwirkungslos und extremst galant und fit auf der Matte vorturnt, als wäre nichts gewesen 🙁 Vielleicht hättest du diese Info lieber verbergen sollen, egal, wie stolz du darauf bist. Danke aber auf jeden Fall für dieses tolle Video!!! LG Daniela (Stillberaterin und Familienbegleiterin)

    1. Hallo Daniela,

      es war nie meine Absicht, dass sich jemand schlecht fühlt, wenn das bei dir durch diese Aussagen so ist, tut mir das leid.

      Viele Grüße
      Hana

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